Hinschauen

16mm Film - Hinschauen - hinhören - Österreich 1978

Regie: Helmut Schwarzbach

Buch: Agnes Niegl und Sylvia Bayr-Klimpfinger

Kamera: N. N.

Musik: N. N.

Im Film werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, die Aufmerksamkeit der Kinder in eine bestimmte Richtung zu lenken und erwünschte Reaktionen auszulösen. Unter sparsamem Einsatz von Wort und Geste und unter Verwendung verschiedener Zusatzmaterialien - Tamburin und Reifen - sollen die Kinder für ein konzentriertes Hinschauen und Hinhören gewonnen werden. Da Kinder handelnde Wesen sind, vermögen sie es besser, Gesehenes und Gehörtes mit Bedacht aufzunehmen, wenn sie die Chance haben, all dies in Bewegung umzusetzen. Die Erzieherin versucht deshalb mit geringstem Aufwand - mit einer Geste oder Handbewegung - zu erreichen, dass die Kinder langsam oder schnell gehen, laufen, sich klein oder groß machen, sich ihr nähern oder von ihr entfernen, zu ihrem Platz zurückgehen u. a. m. Diese auslösende Funktion können auch die Klänge des Tamburins oder in Bewegung gesetzte Reifen übernehmen. Wie spannend ist es und welch hoher Konzentration bedarf es, die Drehungen eines Reifens so lange mitzuverfolgen, bis er sich nach und nach dem Boden nähert und schließlich zur Ruhe kommt. Gesteigerte Aufmerksamkeit ist erforderlich, will man dabei noch dem wechselnden Tempo der Drehungen des Reifens und den dabei entstehenden Geräuschen Beachtung schenken. Schließlich wird gezeigt, dass es auch möglich ist, auf sich selbst zu hören, sich selbst zu befehlen, wann man spazieren gehen. laufen, springen, sich wieder an seinen Platz begeben soll - ein Hinhören auf die eigene, die 'innere' Stimme.

The film demonstrates various ways to direct children's attention in a specific direction and elicit desired responses. Through the sparing use of words and gestures, and with the help of various props - such as a tambourine and a hoop - the children are encouraged to look and listen intently. Since children are active beings, they are better able to thoughtfully process what they see and hear when they have the opportunity to put it all into motion. The teacher therefore tries, with minimal effort - a gesture or a hand movement - to get the children to walk slowly or quickly, run, make themselves small or tall, approach her or move away from her, return to their seats, and so on. The sounds of the tambourine or the spinning hoops can also serve this triggering function. How exciting it is - and how much concentration it requires - to follow the spins of a hoop until it gradually nears the ground and finally comes to a stop. Increased attention is required if one also wants to pay attention to the changing pace of the hoop's spins and the sounds they produce. Finally, it is shown that it is also possible to listen to oneself, to tell oneself when to walk, run, jump, or return to one's seat-listening to one's own, 'inner' voice.

Sources

  1. YouTube channel: The Art of Film on 16mm · video ↗ — title, description, video