Robbenjagd am Atemloch - Netsilik Eskimo 1963

Year Published: 1963

Country of Origin: Canada

Description: 16mm Film - Robbenjagd am Atemloch - Netsilik Eskimo - Kanada 1963 Regie: Quentin Brown Buch: Asen Balikci und Guy Mary-Rousselière Kamera: Richard Bergman, Ken Campbell, Ken Post, Douglas Wilkinson, Robert Young Mitwirkende: N. N. Ein Wintermorgen in der kanadischen Arktis auf dem Eis der Pelly-Bucht. Itimangnark, ein Netsilik-Eskimo, fährt mit den anderen Jägern des Lagers hinaus zur Robbenjagd. Während des Winters schlagen die Netsilik ihr Lager auf dem Eis auf, denn dort lebt das einzige Tier, das ihnen im Winter genug Nahrung gibt - die Robbe. Langsam geht Itimangnark mit seinem Hund an der langen Leine über den Schnee. Nur mit Hilfe der feinen Nase des Hundes kann er durch Schnee und Eis das Atemloch einer Robbe finden. Während im Herbst die Pelly-Bucht zufriert, halten sich die Robben in ihrem Revier mehrere Atemlöcher frei. Diese schwimmen sie in unregelmäßigen Abständen an, kratzen mit ihren scharfen Flossen das Eis auf und blasen mit ihrem warmen Atem einen freien Kanal durch die Schneedecke. Durch diese Öffnung können sie Luft holen. Der Hund hat ein Atemloch aufgespürt. Itimangnark beginnt mit den Vorbereitungen zur Jagd. Sein wichtigstes Werkzeug ist der Robbenanzeiger aus einem gespaltenen Sehnenstück von nur wenigen Zentimetern Länge. Über die beiden Sehnenspitzen verklebt Itimangnark mit etwas Spucke das dünne, kaum sichtbare Härchen einer Schwanendaune. Vorsichtig legt er den Anzeiger über das Atemloch, so dass das Härchen ein wenig hineinragt. Beim geringsten Luftzug wird es erzittern. Dann weiß Itimangnark, dass die Robbe das Loch anschwimmt, um zu atmen. Stundenlang steht er regungslos in gebückter Haltung auf seiner Felltasche. Die Harpune liegt griffbereit vor ihm. Er darf kein Geräusch machen und das Daunenhärchen nicht aus den Augen lassen. Seine Jagdgefährten warten an anderen Atemlöchern in der näheren Umgebung. Irgendwo und irgendwann muss die Robbe Luft holen. Das Härchen erzittert. Itimangnark greift bedächtig zur Harpune, reckt sich, zielt - und sticht mit aller Kraft zu. Die Spannung der letzten Stunden weicht einem befreienden Lächeln. Itimangnark murmelt Worte des Glücks: 'Nuliajuk, Geist der See, du hast meine Bitten erhört.' Die Robbe hängt am Widerhaken. Itimangnark muss mit seinem Messer ein Loch in das Eis schneiden, um sie aus dem Wasser ziehen zu können. Die anderen Jäger haben Itimangnarks erfolgreichen Harpunenstoß beobachtet. Sie sammeln sich mit ihren Hunden bei ihm. Alle sind glücklich über diesen gemeinsamen Erfolg und zelebrieren ein kleines Ritual: Der erfolgreiche Jäger öffnet die Bauchdecke des erlegten Tieres. Während die Männer sich um das Tier herumhocken, teilt Itimangnark etwas Speck und die Leber mit seinem langen Messer in kleine Stücke. Der Erfolg eines Jägers bei der Jagd auf die Robbe am Atemloch wird erst möglich durch den Misserfolg der anderen Jäger. Deshalb gehört die Beute allen. Wie später die ganze Robbe, so wird gleich nach der Jagd die Leber nach alten, überlieferten Regeln geteilt. Sorgfältig wird die Bauchdecke des Tieres wieder verschlossen, damit es nicht auskühlt. Dann geht es mit der Robbe zurück in das Lager. A winter morning in the Canadian Arctic on the ice of Pelly Bay. Itimangnark, a Netsilik Eskimo, sets out with the other hunters from the camp to hunt seals. During the winter, the Netsilik set up camp on the ice, because that is where the only animal that provides them with enough food in winter lives—the seal. Itimangnark walks slowly across the snow with his dog on a long leash. Only with the help of the dog's keen nose can he find a seal's breathing hole through the snow and ice. When Pelly Bay freezes over in the fall, the seals keep several breathing holes open in their territory. They swim to these at irregular intervals, scrape the ice with their sharp fins, and blow a clear channel through the snow cover with their warm breath. They can breathe through this opening. The dog has found a breathing hole. Itimangnark begins preparations for the hunt. His most important tool is the seal indicator, made from a split piece of tendon only a few centimeters long. Itimangnark uses a little spit to stick the thin, barely visible hair of a swan down to the two ends of the tendon. He carefully places the indicator over the breathing hole so that the hair protrudes slightly. At the slightest breeze, it will tremble. Then Itimangnark knows that the seal is swimming toward the hole to breathe. He stands motionless for hours in a crouched position on his fur bag. The harpoon lies ready to hand in front of him. He must not make a sound and must not take his eyes off the downy hair. His hunting companions wait at other breathing holes in the vicinity. Somewhere, sometime, the seal must come up for air. The hair trembles. Itimangnark deliberately reaches for the harpoon, stretches, aims—and strikes with all his might... Support my work on Ko-fi! https://ko-fi.com/theartoffilmon16mm

Online Copy: https://www.youtube.com/watch?v=MQTI52Vmhac

Metadata Source:YouTube


1 user has this film:
Art of Film On 16mm Youtube


No related films.