Keiner darf verloren gehen

Year Published: 1973

Country of Origin: Germany

Description: 16mm Film - Keiner darf verloren gehen - BRD 1973 Regie: Walter Koch Mitwirkende: Arnold Dannenmann, Jürg Wieber u. a. Das CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V.) wurde am 5. Dezember 1947 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Ein kleiner Kreis engagierter Christen um Pfarrer Arnold Dannenmann aus Faurndau bei Göppingen hatte das Werk gegründet. Sie wollten den vom Krieg orientierungslos gewordenen jungen Menschen eine Chance zum Neubeginn bieten. In den folgenden Jahrzehnten errichtete das CJD Jugenddörfer und Einrichtungen in ganz Deutschland. Die Aufgaben entwickelten sich weiter, neue kamen hinzu. 'Dieses Werk wird von den Alpen bis zur Nordsee die deutsche Jugend ansprechen. Die Losung heißt: Keiner darf verloren gehen!' Diese Vision formuliert Pfarrer Arnold Dannenmann auf der Gründungsversammlung. Er wird der erste Präsident des neuen Vereins. Erste Unterkünfte entstehen in Blaubeuren (1947), Helmscherode (1948) und Limmer (1949). Hier finden eltern- und heimatlose sowie gesundheitlich beeinträchtigte Jugendliche einen Ort zum Leben und Arbeiten. 1949 wird das 'Stammjugenddorf' im alten Grafenschloss Kaltenstein in Vaihingen an der Enz gegründet. Heute ist es als CJD Kaltenstein die älteste Einrichtung des CJD. 1950 eröffnet das CJD ein Jugenddorf in Dortmund für 150 Jugendliche. Arnold Dannenmann erhält dazu 200.000 D-Mark von Freunden aus Amerika. Das Geld überreicht ihm Bundeskanzler Konrad Adenauer. Dannenmann lässt damit vier Häuser als eine Art Dorf bauen. Bald kümmert sich das CJD auch selbst um die Ausbildung von Jugendlichen. Die erste Jugenddorf-Christophorusschule wird 1951 in Elze gegründet. In den 50er Jahren steigt die Anzahl der Jugenddörfer auf 30 an, die Mitarbeitenden betreuen 1959 rund 12.000 junge Menschen. In den 60er Jahren ermöglicht das CJD Dortmund gemeinsam mit dem dortigen Arbeitsamt jungen Lernbehinderten, verschiedene Berufe kennen zu lernen. Dazu erhielten sie 16 Wochenstunden Unterricht. 1967 wird das Berufsvorbereitungsjahr im CJD geboren. Unter anderem durch die Unterstützung des Wissenschaftsministers von Nordrhein‒ Westfalen, Johannes Rau, wird die Bildungsmaßnahme 1969 durch das Arbeitsförderungsgesetz rechtlich anerkannt. Sie entwickelt sich zu einem bis heute bundesweit wichtigen Angebot für noch nicht berufsreife junge Menschen. Die Zahl der CJD Einrichtungen steigt auf über 50 an, die Mitarbeitenden betreuen 1969 rund 22.000 junge Menschen im Jahr. Heute bietet das CJD jährlich 155.000 jungen und erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunftschancen. Sie werden von 9.500 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden an über 150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebildet. Grundlage ist seit Beginn das christliche Menschenbild mit der Vision 'Keiner darf verloren gehen!'.

Online Copy: https://www.youtube.com/watch?v=ETrGpwIS7GE

Metadata Source:YouTube


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